Bürgermeisternominierungsveranstaltung12Die SPD Königsbrunn zieht mit Florian Kubsch an ihrer Spitze in den Kommunalkampf. Der langjährige Königsbrunner Parteichef wurde mit mehr als 90% der Stimmen von den Sozialdemokraten zum Bürgermeisterkandidaten gewählt. Kubsch möchte als Bürgermeister den Politikstil in Königsbrunn verändern, auf Vereine und Bürger zugehen und mit ihnen zusammenarbeiten.

Knapp 60 Freunde der Königsbrunner Sozialdemokratie hatten sich am Freitag, den 14. Juni abends im Saal des Hotel Zellers eingefunden, um der Nominierung des Bürgermeisterkandidaten der SPD beizuwohnen. Der Vorstand hatte im Vorfeld seinen Vorsitzenden Florian Kubsch, der den Ortsverein der SPD Königsbrunn seit 2006 führt, für die Bürgermeisterkandidatur vorgeschlagen. Florian Kubsch lebt seit seiner Geburt in Königsbrunn, ist hier lange Zeit zur Schule gegangen, ist 27 Jahre alt und beendet im Frühjahr sein Jura-Studium an der Universität Augsburg. Seit der Kommunalwahl 2008 sitzt er außerdem für die SPD im Stadtrat.

Kubsch empfindet die Kommunalpolitik als eine ganz besonders interessante Aufgabe, denn „hier kann man etwas bewegen, sieht die Ergebnisse des Handelns sehr direkt und hat regelmäßigen Kontakt zu den Bürgern“, so Kubsch.

Große Herausforderungen in Königsbrunn

In seiner Rede kritisierte Florian Kubsch die aktuelle Stadtregierung aus Bürgermeister Ludwig Fröhlich und einer alleinigen Mehrheit der CSU scharf. „Seit der letzten Kommunalwahl wurden für Königsbrunn keine wegweisenden Entscheidungen getroffen. Wenn überhaupt, wurde überwiegend im Alleingang entschieden. Das möchte ich als Bürgermeister ändern.“ Diese Stadt hat außerdem laut Kubsch in den letzten Jahren ihre Hausaufgaben nicht gemacht. So lag der Fokus der Stadtspitze zuletzt auf „Spaßprojekten“, dafür hat sich in der Frage des Lehrschwimmbeckens bei der Realschule zwei jahrelang nichts getan.

Außerdem sind die Schulgebäude, wie zum Beispiel die Grundschule Süd, sanierungsbedürftig. Eigentlich sollte die Schule saniert werden, seit 2007 wurde geplant, doch erst wenige Wochen vor dem Baubeginn fand die Stadtspitze heraus, dass ein erheblicher Zuschuss nicht fließen wird und stoppte das Projekt im Sommer 2011. Passiert ist seitdem wenig, obwohl die Fenster bereits seit dem Jahr 2007 ausgetauscht werden sollten. Für Florian Kubsch ein astreiner Skandal.

Sehr schmerzhaft ist es für Florian Kubsch, dass es seit zwei Jahren keinen Streetworker mehr in Königsbrunn gibt. „Die Stadt muss dringend zwei bis drei fähige Streetworker einstellen“, so Kubsch. Er kritisiert außerdem, dass an der Weiterentwicklung der Planungen für das neue Jugendhaus die künftigen Nutzer bislang nicht eingebunden wurden. „Durch eine frühe Einbindung der Jugendlichen, die gerade den Veranstaltungssaal im neuen Jugendhaus nutzen werden, lassen sich Fehlplanungen vermeiden und damit spätere Mehrkosten einsparen, da unpraktikable Planungen bereits im Vorfeld erkannt und verbessert werden können, hierzu ist man im Rathaus aber offenbar nicht wirklich bereit.“ Dieses Vorgehen bezeichnet Kubsch als geradezu typisch für die aktuelle Stadtregierung und erinnert an das Chaos in der Frage der Vereinsheime im Sportpark West und an die Wasser-und Abwassersatzung. Auch hier ist die Stadt nicht in einen Dialog mit den Bürgern getreten.

Florian Kubsch ist der bessere Bürgermeister

Dies und einiges mehr möchte Florian Kubsch ändern. Er möchte das Gespräch mit allen Bürgern suchen und in der Stadt mehr Demokratie wagen. Außerdem hat er sich für seine erste Amtszeit die Übernahme des örtlichen Stromnetzes durch die Stadt, die Stärkung der Wirtschaft in Königsbrunn und Investitionen in Bildung und Infrastruktur vorgenommen.

„Königsbrunn hat erfreulicherweise wenig Schulden bei der Bank, allerdings stecken die Schulden Königsbrunns an anderen Stellen. Unsanierte Straßen und Gebäude zeigen die Schulden ganz deutlich und mit jedem Tag, den man weiter wartet, steigen diese Schulden unaufhörlich.“

Florian Kubsch mit überzeugender Mehrheit gewählt

Im Anschluss an seine 45-minütige programmatische Rede wählten die Königsbrunner Sozialdemokraten Florian Kubsch mit einer überwältigenden Mehrheit von über 90% zu ihrem Bürgermeisterkandidaten.

Wolfgang Peitzsch, Fraktionsvorsitzender der Königsbrunner SPD im Stadtrat lobte Florian Kubsch: „In der Kommunalpolitik muss man ganz besonders nahe am Bürger sein, muss selber ein Bürger sein. Und genau dies ist Florian. Er ist in der ganzen Stadt bekannt und beliebt“, so Peitzsch. Gemeinsam wird die SPD nun einen engagierten Wahlkampf führen um im nächsten Jahr Florian Kubsch auf den Chefsessel im Rathaus zu bringen, damit er die Stadt in entscheidenden Fragen voranbringt und den Stillstand in vielen Bereichen beendet.

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