Anfang September 2019 wurde der Planfeststellungsbeschluss für den Bau der Linie 3 nach Königsbrunn den Projektpartnern überreicht. Am 25 September fand an der Haltestelle Königsbrunn Zentrum der symbolische Baustart für die Tram statt. Seit Anfang Oktober 2019 laufen die Bauarbeiten auf Königsbrunner Gebiet. Zwischen der Haltestelle Zentrum und der Stadtgrenze wird im ersten Schritt das Baufeld freigemacht. Es wird der dort stehend Bewuchs entfernt und die obere Erdschicht abgetragen. Im Frühjahr 2020 sollen dann die ersten Gleise verlegt werden. Nach den Planungen der Stadtwerke Augsburg soll im Frühjahr 2021 die Trasse soweit fertig sein.

Ein kurzer Rückblick auf die Gesichte des Projektes

Vor vierzig Jahren wurde mit den ersten Planungen für eine Straßenbahn von Augsburg nach Königsbrunn begonnen. Die Planungen haben sich immer an dem heutigen Streckenverlauf der Linie 3 orientiert. Hierfür wurde damals in Königsbrunn schon die entsprechende Trasse freigehalten und in den Bebauungsplänen eingezeichnet. Die Trasse wurde bis in das Gewerbegebiet Süd eingezeichnet und wird auch entsprechend freigehalten. Im Frühjahr 1996 wurde die Linie 3 bis zur Haltestelle Haunstetten Inningerstraße/ jetzt Haunstetten West in Betrieb genommen. An der Haltestelle wurde damals schon die Weichenverbindungen in Richtung Königsbrunn eingebaut. Es hat schließlich noch bis zum Dezember 2015 gedauert, bis eine Einigung über die laufenden Betriebskosten der Tram auf Königsbrunner Gebiet erzielt werden konnte. Ab dem Zeitpunkt konnten die Planungen für die Strecke aufgenommen und im Jahr 2018 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden, welches im September 2019 erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

In den 90er Jahren wurden in Augsburg mehrere Erweiterungen des Trambahnnetzes geplant und zum Teil realisiert. Ein Teil der Planung war, die damalige Linie 4 (heute 2) von der Haltestelle Haunstetten Nord entlang der B17 alt bis zum Einkaufszentrum im Süden von Haunstetten zu verlängern. Auf dem Gelände des Einkaufszentrums wurden damals die entsprechenden Trassen für die Tram freigehalten. Es gab im Zuge dieser Planungen auch die Überlegung die Linie weiter nach Königsbrunn zu führen und Königsbrunn mit zwei Tramlinien zu erschließen. Das Projekt ist damals bedauerlicherweise wegen Widerständen aus Teilen der Bevölkerung und der Politik gescheitet. Es ist zu hoffen, das in der Zukunft der Bau dieser Strecke doch noch realisiert wird und gleich bis nach Königsbrunn gebaut wird.

Mögliche Verlängerung in Königsbrunn

Bisher geht die geplante Verlängerung am Gymnasium vorbei und folgt dann dem Verlauf des alten Postweges bis in das Gewerbegebiet Süd. Im Bereich des Wohngebietes an der evangelischen Kirche sieht man die vorgehaltene Trasse und kann gut den Verlauf in den Süden erkennen.

Aus Sicht der SPD sollte bei der Verlängerung der Tram eine andere Trassenführung gewählt werden, um das Zentrum mehr mit einzubeziehen.